Saltadol: Bedeutung von Darmbakterien für unseren Körper
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Was bedeuten Darmbakterien für unseren Körper?

Saltadol: Bedeutung von Darmbakterien für unseren Körper

Was bedeuten Darmbakterien für unseren Körper?

Der Darm ist für unseren Körper eines der wichtigsten Organe, aber warum ist das eigentlich so?

Unser Darm übernimmt im Körper vielfältige Aufgaben – die Verdauung und Energiebereitstellung, die Ausscheidung und Entgiftung sowie die Immunabwehr. Seine Hauptaufgabe ist in erster Linie die Verdauung und Aufnahme von Nährstoffen und Wasser. Was aber vielen nicht bewusst ist: In unserem Darm ist darüber hinaus ein echtes Superorgan versteckt – das Mikrobiom! Es wird auch Darmflora genannt und befindet sich in unserem Magen-Darm-Trakt. Dort besiedeln Billionen von Mikroorganismen unsere gesamte Darmschleimhaut.

Was macht das Mikrobiom aber nun zum Superorgan?

Die Mikroben in unserem Darm tragen unter anderem zur Energiegewinnung aus der Nahrung sowie zur Entwicklung der körpereigenen Abwehr bei. Dadurch verhindern sie, dass sich Krankheitserreger im Verdauungstrakt ausbreiten. Eine intakte Darmflora ist wichtig für die Funktion der Darmbarriere: Sie kontrolliert, welche Stoffe vom Körper in den Darm gelangen und umgekehrt. [1] Diese vielfältigen Aufgaben haben dazu geführt, dass das Mikrobiom inzwischen oft als "Organ im Organ" oder gar als "Superorgan" bezeichnet wird.

In der Wissenschaft wird zudem seit Jahren der Zusammenhang des Mikrobioms mit verschiedenen Erkrankungen untersucht, wie z. B. chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Übergewicht (Adipositas), Diabetes sowie auch neurologische Erkrankungen wie Multiple Sklerose. Forscher vermuten, dass unsere Darmflora sogar bei der Entstehung von Depressionen[2] eine Rolle spielt. Ein Grund mehr, auf eine intakte, ausgeglichene Darmflora zu achten, um unser Superorgan und dessen vielfältige Aufgaben so gut es geht zu schützen.

Wenn unsere Darmflora unausgeglichen ist…

Ist unser Mikrobiom durch falsche Ernährungsgewohnheiten, wie zu fettige oder eiweißreiche Speisen, durch Stress, Immun- oder Stoffwechselstörungen oder auch durch die Einnahme von Medikamenten wie beispielsweise Antibiotika oder Chemotherapeutika in Dysbalance[3], so signalisiert unser Körper uns, dass etwas nicht stimmt. Symptome einer aus dem Takt geratenen Darmflora können Durchfälle, Blähungen, Verstopfung oder auch Entzündungen der Darmschleimhaut, z. B. das Reizdarmsyndrom[4] sein. Aber auch auftretende Unverträglichkeiten gegenüber Nahrungsmitteln oder eine hohe Infektanfälligkeit zeigen, dass ein Ungleichgewicht in unserem Darm herrscht. Um unser Mikrobiom wieder auszugleichen, muss jedoch nicht gleich auf Medikamente zurückgegriffen werden. So können auch Nahrungsmittel unterstützen, die das Wachstum gesundheitsfördernder Bakterien anregen. Hierzu sollte eine Umstellung der ungünstigen Ernährungsgewohnheiten hin zu einer gesunden Ernährungsweise erfolgen, damit unser Superorgan zu seiner Balance zurückfindet.

 


[1] Zeißig S. Die physiologische Standortflora. in: Farowski F et al. Mikrobiom: Wissensstand und Perspektiven. Walter de Gruyter GmbH & Co KG, 2016. S. 61 ff

[2] Zalar B et al. The role of microbiota in depression-a brief review. Psychiatria Danubina, 2018, 30. Jg., Nr. 2, S. 136-141.

[3] Kruis W. Schulze J. & Sonnenborn U. Probiotika: Mikroökologie, Mikrobiologie, Qualität, Sicherheit und gesundheitliche Effekte. Georg Thieme Verlag. 2008. S. 31 ff

[4] Autenrieth I. Die Ökologie der humanen Darmflora: physiologische und pathophysiologische Aspekte. Journal für Gastroenterologische und Hepatologische Erkrankungen, 2003, 1(1), 14-17.

 

Aristo

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