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Reizdarm – Wenn unser Bauch rebelliert...

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Reizdarm – Wenn unser Bauch rebelliert...

Symptome wie Bauchschmerzen, Blähungen, Verstopfung oderDurchfall auszeichnet, die länger als drei Monate anhalten und auch häufig in Kombination vorkommen.1 Aber wie entsteht es? Und vor allem: Was kann man tun, um den Reizdarm zu behandeln?

Betroffene des Reizdarmsyndroms lassen sich, je nach vorwiegend auftretendem Symptom, in vier Typen unterscheiden – Schmerztyp, Verstopfungstyp, Durchfalltyp und Blähungstyp. Es ist auch möglich, dass Mischtypen auftreten. Aber ganz egal, welcher Reizdarmtyp man ist – meist kommen zu den klassischen Anzeichen zusätzliche Symptome wie Völlegefühl, Schleim auf dem Stuhl oder auch das Gefühl, sich nach dem Stuhlgang nicht vollständig entleert zu haben, hinzu. Bauchschmerzen oder Völlegefühl bessern sich allerdings oftmals nach dem Stuhlgang.

Ob man am Reizdarm-Syndrom leidet, ist nicht auf den ersten Blick erkennbar, da die Symptome eher unspezifisch sind. Das bedeutet, dass auch andere Erkrankungen hinter den Beschwerden stecken können, wie zum Beispiel eine Magen-Darm-Infektion oder auch Unverträglichkeiten gegenüber bestimmten Lebensmitteln. Ein Ausschluss anderer Erkrankungen ist somit unbedingt nötig, um das Reizdarm-Syndrom zu diagnostizieren.

Sicher ist: Unabhängig davon, welche Symptome auftreten, ist die Lebensqualität der Betroffenen durch die Erkrankung oft erheblich eingeschränkt.[1]

Ursachen für einen gereizten Darm

Die Ursachen des Reizdarm-Syndroms sind vielfältig. So können unter anderem eine gestörte Darmperistaltik (sogenannte Motilitätsstörung), Magen-Darm-Infektionen oder auch eine gestörte Darmflora sowie Stress der Grund dafür sein, dass der Bauch rebelliert.

Ist die Ursache eine Motilitätsstörung, ist die natürliche Bewegung des Darms gestört. Das bedeutet, er arbeitet langsamer oder schneller, weil die an der Darmwand liegenden Nervenenden fehlerhafte Signale an unser Gehirn senden. Die im Magen zu Brei verarbeitete Nahrung wird dann zu schnell oder zu langsam transportiert, was entweder zu Durchfall oder zu Verstopfung führen kann. Auch Infektionen des Magen-Darm-Trakts können eine Ursache für einen gereizten Darm sein. Nach einer Infektion mit Bakterien kann es zum Beispiel zu starkem Durchfall kommen. Eine weitere mögliche Ursache für Reizdarm-Symptome kann eine gestörte Darmflora, durch z. B. bestimmte Medikamente, sein.

Sind die Bakterien im Darm aus dem Gleichgewicht, kann die Darmfunktion beeinträchtigt sein und Blähungen sowie Völlegefühl begünstigen. Daneben ist auch Stress ein wesentlicher Faktor, der Darmreizungen begünstigt. Sind wir psychisch belastet, verschlimmern sich die Reizdarm-Symptome oft, da akuter Stress sich auf die Darmbewegungen auswirkt.

Behandlung des Reizdarm-Syndroms

Die Behandlung des Reizdarms richtet sich nach den auftretenden Symptomen und der zugrundeliegenden Ursache – das kann je nach Reizdarm-Typ unterschiedlich sein. Grundsätzlich können einige Dinge helfen, mit einem gereizten Darm umzugehen:< class="MsoFootnoteReference">[2]

  • Eine gesunde Lebensweise ist die Grundlage. Verzichten Sie auf das Rauchen, trinken Sie wenig Alkohol, bewegen Sie sich ausreichend und achten Sie auf ausreichend Erholung und Schlaf.
  • Stichwort Erholung: Nutzen Sie Entspannungstechniken, damit Ihnen Stress nicht auf den Magen bzw. den Darm schlägt.
  • Schreiben Sie über eine bestimmte Zeit hinweg die Beschwerden auf, um mögliche Ursachen für den gereizten Darm herauszufinden.
  • Essen Sie nur Lebensmittel, die Ihnen und Ihrem Bauch bekommen. Vielleicht entdecken Sie in Ihrem Beschwerde-Tagebuch einen Zusammenhang zwischen bestimmten Nahrungsmitteln und Ihren Symptomen. Diese sollten Sie dann von Ihrem Speiseplan streichen.
  • Probiotika können das Gleichgewicht der Darmflora wiederherstellen und die Behandlung des Reizdarms unterstützen.

class="MsoFootnoteReference">[1] Layer P et al. S3-Leitlinie Reizdarmsyndrom: Definition, Pathophysiologie, Diagnostik und Therapie. Gemeinsame Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs-und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) und der Deutschen Gesellschaft für Neurogastroenterologie und Motilität (DGNM). Zeitschrift für Gastroenterologie, 2011, 49. Jg., Nr. 02, S. 237-293. Stand: 01.10.2010 (in Überarbeitung), gültig bis 31.10.2015

[2] Pschyrembel Klinisches Wörterbuch online. Reizdarmsyndrom. Stand: 09.2018

 

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